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Dr. med. Peter Karsten
Stephan-Peter Hamm

Aßmannshauser Straße 11A
14197 Berlin
Telefon: 030-82 70 93 00
Fax: 030-82 70 93 01

 

Hepatitis (ansteckende Gelbsucht) A + B

Die Hepatitis A ist in allen südlichen Ländern (einschl. der Türkei) verbreitet. Eine einfache Impfung schützt sicher. Diese ist jedoch nicht Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Die Hepatitis B ist im Leistungskatalog bis zum 18. Lebensjahr. Sie wird häufig chronisch. Sie wird sexuell oder durch Drogenmißbrauch übertragen, in vielen Fällen tritt sie jedoch auch bei Personen auf, die keiner Risikogruppe angehören und nicht wissen, wie sie zu dieser Hepatitis kamen. Es gibt viele Ausnahmen, in denen die gesetzlichen Kassen die Kosten für eine Hepatitis - A oder B - Impfung übernehmen (chronische Lebererkrankung, Risikogruppen (beruflich oder sexuelle Neigungen). In allen anderen Fällen, speziell als Reiseimpfung, wird die Impfung von uns und allen Experten sehr empfohlen, sie muß jedoch selber bezahlt werden, die Kosten betragen für drei Impfungen bei Hepatitis A und B ca. 180 ,- € . Wir beraten Sie gerne, welche Impfung für Sie in Frage kommt und ob die gesetzlichen Krankenkassen für die Zahlung aufkommen.

FSME (Zecken-Frühsommermenigoenzephalitis)

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute. Ausgelöst wird die Krankheit durch den FSME-Erreger, der durch Zecken übertragen wird. Auch eine sofortige Entfernung der Zecke nach einem Stich schützt nicht, denn der Erreger wird schon beim ersten Kontakt übertragen. Etwa 10% der infizierten Personen erkranken schwer und behalten Dauerschäden am Zentralnervensystem (Lähmungen). Bei etwa 1% (vorwiegend ältere Personen) verläuft die Erkrankung tödlich. Es gibt keine Medikamente zur Behandlung der FSME. Vor einer Erkrankung schützt nur die rechtzeitig und vollständig durchgeführte FSME-Impfung.

Wann ist die Impfung sinnvoll?

Die FSME tritt vor allem in Süddeutschland auf. Es ist jedoch zu erwarten, daß sich die FSME in den nächsten Jahren weiter ausbreiten wird. Auf der Seite „Zecken.de“ des Impfmittelherstellers Baxter ist eine interaktive Deutschlandkarte zu sehen. Durch Eingabe der Postleitzahl bekommen Sie an Infomationen zum Vorkommen der FSME im jeweiligen Gebiet. Außerhalb Deutschlands gehören zu den FSME-Endemiegebieten: Estland, Finnland, Kroatien, Lettland, Litauen, Österreich, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, die Ukraine und Ungarn. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) allen Menschen geraten, die in FSME-verseuchten Regionen leben oder dort ihren Urlaub verbringen. Die Impfung sollte im Winter durchgeführt werden, damit der Impfschutz schon zu Beginn der Zeckenaktivität im Frühjahr vorhanden ist. Die vollständige Impfung besteht aus drei Injektionen. Die ersten beiden erfolgen im Abstand von einem bis drei Monaten und eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten (Monate 0, 1-3, 9-12). Der Impfschutz beginnt ungefähr 14 Tage nach der zweiten Impfung und hält bei Personen unter 60 Jahren fünf Jahre an, bei über 60 jährigen drei Jahre.

Meningitis (Hirnhautentzündung)

Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die Hirnhautentzündung (Meningitis) hervorrufen. Übertragen werden die Erreger durch Tröpfcheninfektion. Symptome einer Meningitis sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Meningitis tritt häufig bei Kleinkindern oder Jugendlichen auf, in Deutschland gibt es jährlich ca. 700 Fälle, von denen etwa 50 tödlich verlaufen. In manchen Fällen bleiben nach der Erkrankung Lähmungen oder eine geistige Behinderungen zurück. In Europa ist die Meningokokken-Meningitis relativ selten geworden. Dagegen gehört sie in vielen Ländern der dritten Welt zu den häufigen Erkrankungen, in Afrika südlich der Sahara und nördlich des Äquators von der Ost- bis zur Westküste, sowie in Südamerika und Asien. Beispielsweise wird bei der Einreise nach Saudi-Arabien (Pilgerreisen nach Mekka) der Nachweis der Impfung verlangt.

Wann ist die Meningokokken-Impfung sinnvoll?

Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt seit 2006 die Meningokokken-Impfung für alle Kinder. Möglich ist die Impfung für Kinder ab dem 12. Lebensmonat. In der Regel findet die Grundimmunisierung bei Säuglingen zusammen mit den anderen Standardimpfungen gegen Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B, Pneumokokken und Mumps, Masern, Röteln, Windpocken in mehreren Schritten statt.
Wer die Immunsierung als Kind nicht bekommen hat, sollte sich impfen lassen, wenn Reisen in Epidemiegebiete geplant sind, darüberhinaus aber auch Menschen mit Immundefekten oder ohne Milz.

Weitere Impfungen

Tollwut

Japan-Encephalitis

Malaria